Verkehrsführung nach dem Tunnelbau am Jungfernkopf

Ich finde, es wird langsam Zeit, das sich die Anwohner des Jungfernkopfes einmal äußern können, wie sie sich die Verkehrsführung nach dem Bau der Untertunnelung der Bahnstrecke in Höhe der Waldecker Strasse vorstellen.

Am einfachsten ist wohl, die Meinungen durch eine Umfrage darzustellen. Für ausführlichere Meinungen kann wie immer, die Kommentarfunktion des Artikels im unteren Bereich genutzt werden.

Wie sollte die Verkehrsführung nach dem Bau der Untertunnelung der Bahnstrecke am Jungfernkopf verlaufen?

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Kategorie: Umfrage

Kommentare

13 Antworten zu “Verkehrsführung nach dem Tunnelbau am Jungfernkopf”
  1. Christof Sperl sagt:

    Nach einer neuen Inaugenscheinnahme der Tunnel-Baumaßnahme konkretisiert sich das folgende Bild: Die Waldecker Straße wurde in weiser Voraussicht zu einem Rinnsal verschmälert, durch das man mit zwei entgegenkommenden Babywagen kaum passieren kann. Von einer ergebnisoffenen Beobachtung und einer anschließenden Neubewertung (wie vom Verkehrsamt dargelegt) kann also keine Rede sein. Hier werden Tatsachen fern der Vernunftlösung geschaffen. Wer nun aber glaubt, der Verkehr könne auf der geplanten Durchgangstrasse Eisenbahnweg/Wegmannstraße durchfließen, wird schnell eines Besseren belehrt, denn schließlich ragen auf der abschüssigen gleiszugewandten Einenbahnweg-Seite zwei (wahrscheinlich Plätze für Blumenkübel) Inseln in die Fahrbahn, an denen ohne Stau wohl kein Bus vorbeikommt.
    Ich warte auf den Tag des steuermittelfinanzierten Rückbaus. Ich sehe griechische Verhältnisse am Jungfernkopf.

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  2. Christof Sperl sagt:

    853 Verwarnungen, 30 x Bußgeld – das ist die Bilanz der ersten Zeit des Betriebes der Blitzsäulen in der Wegmannstraße. Ein Verkehrsteilnehmer war trotz Rüttelpflaster und optischen Zeichen mit 60 km/h unterwegs. Das dürften laut Tacho mehr als 70 gewesen sein. 853 Verwarnungen, das wären – zöge mal der Gnade halber 53 Unkonzentrierte ab – eine Zahl von 800 Fahrerinnen und Fahrern, die aufgrund ihrer charakterlich-psychischen Struktur ein Risiko für die an Schule und Kita angrenzenden Straßenbereiche (und nicht nur dort) darstellen. Was ist nur los in diesem Land, in dem jeder Sandkasten eine DIN-Norm haben muss, die StVO aber nur eine Art Interpretationsfläche persönlicher Überzeugungen sein soll und in der die Lokalpresse Raser per Blitzwarnungen auch noch die Serviceleistung zum Gasfuß liefert? Somit ist hoffe ich klar geworden, daß der Verkehr trotz Blitzgeräten niemals an Schule und Kita vorbeifließen sollte und die Wegmannstraße nach ihrem Durchbruch mit Schwellern versehen werden muss. Denn nur dort, wo es die geliebte Kiste so richtig durchschüttelt wird scheint der Deutsche Autofahrer aus Sorge ums heilige Blechle auf die Bremse zu gehen.

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  3. Joachim Schinzer sagt:

    Ich oute mich als Anwohner der Waldecker Strasse. Ich habe noch nicht mal ein Problem mit einer Verkehrsführung durch dieselbige. Ich vermute nur mal, dass ein Großteil des Verkehrs in der Wegmannstrasse durch Eltern verursacht wird, die ihre Kinder zu Schule bzw. Kindergarten bringen, und den kriegt man auch nicht durch andere Verkehrsführungen weg. Ansonsten finde ich die ganze Aufregung etwas übertrieben. Sowohl in der Waldecker Strasse als auch in der Wegmannstrasse sind die meisten Grundstücke eingezäunt und die Häuser liegen etwas weiter zurück. Da sollte auch das „Halten von Kindern“ möglich sein. Man fragt sich immer wieder wie wir die 70er Jahre überlebt haben…

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  4. Marco Genzel sagt:

    Die HNA greift das Thema in ihrer heutigen Ausgabe, vom 22. Mai 2012, auf und führt eine eigene Umfrage zur Verkehrsführung durch:
    http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/umbau-bahnuebergangs-schenkebier-stanne-verkehrsfuehrung-umstritten-2327773.html

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  5. Christof Sperl sagt:

    Am 8.5.2011 habe ich den folgenden Brief an die Leitung der Verkehrsbehörde geschickt. Bis heute (17.6.) blieb der Brief komplett unbeantwortet. Ich dokumentiere hier den Brief:

    An den Herrn Amtsleiter
    Gunnar Polzin
    Friedrichstraße 36
    Im Hölkschen Haus
    34117 Kassel

    Kassel, den 8.5.2011

    Betrifft: Verkehrsführung an der Schenkebier Stanne nach dem Tunnelbau (Jungfernkopf)

    Sehr geehrter Herr Polzin,

    mit großer Sorge und noch größerer Verwunderung habe ich Berichte über Überlegungen zu einer zukünftigen Verkehrsführung nach erfolgtem Tunnelbau durch die Wegmannstraße vernommen.

    Im Interesse einer flüssigen und gefahrlosen Verkehrsführung wäre eine dergeartete Planung, die den Verkehr mit seinen Gelenkbussen um enge Kurven herum und vor Kita und Grundschule entlang führt, eine Absurdität – zumal vor Jahrzehnten bereits die Waldecker Straße als breite und direkte Verkehrsverbindung angelegt wurde. Lediglich ein paar Steinpoller müssten entfernt werden, schon könnte der Verkehr rollen. Befürchtungen zum Thema Rennstrecke könnte man mit einer 30er-Regelung entgegenwirken. Die trägt zu Ruhe, energiesparendem Verkehrsfluss und die Direktverbindung ohne Umwege zur Streckenersparnis bei. Außerdem kämen die Kinder endlich aus der Gefahrzone.

    In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auch auf die interessanten Diskussionen auf jungfernkopf.info und hna.de aufmerksam machen, aus denen eine glasklare Befürwortung der Regelung Waldecker Straße seitens der Anwohner hervorgeht.

    Verehrter Herr Polzin, all dies sage ich, obwohl mir selbst als Anwohner des Kiefernweges der Durchgangsverkehr bei der von mir bevorzugten und vernünftigeren Lösung näher kommen würde.

    Ich hoffe Ihnen einige interessante Anregungen gegeben zu haben und verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung,

    Christof Sperl

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  6. Marona sagt:

    Heho,

    ich hab die Version Waldeckerstr. -> Am Ziegenberg mit einigen Bauchschmerzen gewählt. Noch ist es eine schöne ruhige Ecke gerade an der Stelle wo der Fußgängerweg Am Ostergerg hinzu kommt. Jedoch könnte das die Wegmannstr. auch werden.

    Mein Mann hatte die ganz andere Variante:

    Die Schenkebier Stanne mit der Christian-von-Rommel-Str. zu verbinden, über die Schienen, das Feld Richtung Niederfeldstr. / Zum Feldlager. zur Wolfhager Str. bzw. weiter bis zum Weg In der Aue rüber zum Am Versuchsfeld,…

    In wie weit diese Idee machbar wäre weiß ich nicht.

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  7. Frank Reinbold sagt:

    Wenn jemand, wie Herr Wilken, ruhig und bequem im abgetrennten Streifen zwischen „Am Osterberg“ und „Ehrstener Weg“ wohnt, dann ist vielleicht seine persönliche aber wenig konstruktive Meinung zu verstehen.
    Diese spiegelt aber, man muss sagen „mal wieder“ nur eher eigensinnige Wünsche eines „Inselbewohners ohne Straßenverkehr“ wieder.
    Dass wohl in allen Straßen des Jungfernkopfs Kinder wohnen, dürfte wohl jedem klar sein; es geht aber nicht darum, ob links und rechts neben einer Straße mit Fahrzeugverkehr vereinzelt Kinder wohnen.
    Es geht hier um Kindergarten, Hort und Schule mit hunderten von Kindern, welche sich an einer Straße auf relativ engem Raum bewegen, wo ein ständiges Kommen und Gehen herrscht – das ist mit einigen Kindern in privaten Haushalten wohl kaum vergleichbar.
    Und das Argumentieren mit der Gefährdung unserer Kinder als „primitiv“ zu abzutun – schon eher diese Einstellung selbst wäre meiner Meinung nach als primitiv zu bezeichnen.
    Das weit verbreitete Argument von Anwohnern der Waldecker Straße, dass diese nach Öffnung zwangsläufig einer „Rennstrecke“ gleich kommen würde ist meiner Meinung nach ebenfalls mehr als unsinnig, denn dies wäre wohl dann in Kassel die erste Straße ihrer Art.
    Soll mir mal einer erklären, warum gerade die Waldecker Straße eine „Rennstrecke“ werden sollte – andere weit besser ausgebaute Straßen sind es ja auch nicht geworden – und werden es auch nie sein !
    Aber offensichtlich muss „man“ sich schon irgendwelche Argumente gegen die Öffnung aus den Fingern saugen, so unsinnig sie auch sind.
    Der wahre Grund neben der Zunahme des Fahrzeugverkehrs sind doch wohl finanzielle Gründe, denn bei einem Ausbau der Waldecker Straße kämen natürlich auch entsprechende Kosten auf die Anwohner zu – Kosten, die bisher Anwohner aller anderer Straßen bereits übernehmen mussten, lediglich die Anwohner der Waldecker sind bis dato davon ausgenommen gewesen.
    Aber solche Argumente liest man natürlich von den „Ausbau-Gegnern“ nicht….

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  8. Horst Vogel sagt:

    Unsere Kinder sind das höchste Gut das wir haben!
    Eigentlich müssten alle Eltern, gegen die Hauptverkehrsführung vor der Grundschule und des Kindergartens lautstark protestieren.
    Ich habe leider das Gefühl, dies wird erst dann geschehen, wenn das Kind (im wahrsten Sinne) in den Brunnen gefallen ist

    Schon vor 3 Jahren habe ich zu diesem Thema mit unserem Ortsbeiratsvorsitzenden Herrn Dr. Manuel Eichler Kontakt aufgenommen, er hat keine Einwände, dass dieses Schreiben hier veröffentlicht wird. Folgendes Schreiben wurde seinerzeit auch an das Straßenverkehrsamt weiter geleitet.

    An den
    Ortsvorsteher Jungfernkopf
    Dr. Manuel Eichler
    Ludwig-von-Wildungen-Str. 37
    34128 Kassel

    07.01.2008

    Hauptverkehrsführung durch die Wegmannstraße nach Fertigstellung der Bahnunterführung

    Sehr geehrter Herr Dr. Eichler,

    wie ich der Presse entnehmen kann, wird die Bahnunterführung in den nächsten Jahren in Angriff genommen, was sicher von den meisten Bürgern befürwortet wird.
    Jedoch die geplante Verkehrsführung, die nach meinem Wissenstand durch die Wegmannstraße verlaufen soll, muss verhindert werden.
    Trotz anstehender Landtagswahlen scheint dieses brisante Thema keine unserer im Ortsteil vertretenen Parteien ernsthaft zu interessieren?

    Es gibt keine Alternative zur Hauptverkehrsführung durch die Waldecker Straße, wenn man eine politisch verantwortliche Entscheidung erwarten darf!

    Erst Recht nicht nach dem Neubau unseres Kindergartens direkt an die Wegmannstraße angrenzend.
    Es wäre unverantwortlich den Hauptverkehr an dem Kindergarten und der Grundschule vorbeizuleiten, wenn auch nur eine andere Möglichkeit dies verhindern könnte!
    Ich persönlich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Wegmannstraße zwischen den Straßen Zum Feldlager und Am Gelinge komplett sperren Dieser Bereich könnte beidseitig für Anlieger erreichbar und zu den fehlenden Parkplätzen umfunktioniert werden.

    Ich frage mich oft, warum unsere hochdotierten Verantwortlichen auf die einfachsten Lösungen nicht kommen, oder entscheiden solche wichtigen Dinge heute nur noch Lobbyisten?

    Muss erst ein Kind überfahren werden, im schlimmsten Fall mit tödlichen Ausgang, um dann die richtigen Maßnahmen umzusetzen??
    Gleiches ist immer wieder aufgrund Lobbyisten bei der Kampfhundeverordnung zu erkennen.
    Schon kurz nach wieder einem getöteten Kind werden alle Auflagen aufgehoben, kein Maulkorb, keine Leine, denn die wollen nur spielen, bis das nächste Kind sterben muss!!

    Ein finanzielles Problem darf und kann es nicht sein, denn der Schutz unserer Kinder darf nicht an wenigen Mehraufwendungen gemessen werden!

    Für mich unverständlich ist, dass Ihre Generation mit noch kleinen Kindern sich nicht dagegen wehrt. Gerade aus dem Neubaugebiet am Ziegenberg mit vielen jungen Familien hätte ich eine Bürgerinitiative gegen diese geplante Verkehrsführung erwartet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Horst Vogel

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  9. Christof Sperl sagt:

    Ich habe mich für die Waldecker Straße ausgesprochen.

    Ein Gang durch das Viertel, ein Blick auf Google Earth zeigen: Die Waldecker Straße ist als bereits vor fünfzig Jahren verbreiterte Verbindung geplant und angelegt, sie wirkt wie eine „natürliche“ Konnektion zwischen Nordend und Ziegenberg. Lediglich ein paar Steinpoller müssten entfernt werden, schon könnte der Verkehr flüssig durchrollen.

    Diese Verbindung hätte mehrere Vorteile gegenüber der Variante Wegmannstraße:

    • Energiesparender Durchfluß duch Wegfall von Kurvendurchfahren mit unnötigen Beschleunigungen und Verzögerungen. Jeder weiß, daß die Änderung von Geschwindigkeit mehr Energie kostet, als ein stetiges Tempo.
    • Lärmminderung durch Wegfall der Buskurvenquälerei und dem entsprechenden Motorengejaule in den viel zu engen Kurven
    • geringere Verweildauer durchfahrender Fahrzeuge im Stadtteil duch besseren Verkehrsabfluß
    • geringerer Salzeintrag durch weniger Streuzwang
    • Entfernung der höheren Verkehrsfrequenz von schulnahen Straßen
    • Steuerersparnis (es ist unser Geld!) duch Nutzung vorhandener Strukturen
    • Entlastung kleinerer Straßen, die niemals für einen derartig hohen Verkehrsfluß ausgelegt waren.

    Kritikern („Rennstrecke“) halte ich entgegen: Wie oft wurden Sie bereits – vielleicht in anderen Stadtteilen – geblitzt? Ich noch nie. Und würden Sie sich für die Installation eines festen Radars in der Waldecker Straße zusammen mit mir engagieren? Dann hätten wir alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Raser zahlen – der Verkehr rutscht flüssig durch, alle werden glücklic, die Stadtkasse wird gefüll, wir sparen Steuern und Sprit. Wenn das mal nichts ist.

    Übrigens: Ich wohne im Kiefernweg, und der Verkehr käme auch mir näher. Ich bin aber trotzdem für die Vernunftlösung.

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  10. Dirk Wilken sagt:

    Kinder vorzuschicken, ist nicht nur absurd, sondern vor allem primitiv, denn sie wohnen in fast allen Straßen diese Gemeinde. Seien wir doch ehrlich, die Anwohner der Wegmannstraße möchten den Verkehr loswerden und die der Waldecker Str.und Am Ziegenberg legen keinen Wert auf eine Rennstrecke von der Holländischen Str bis zum tegut. Wenn sich bereits HNA Leser aus Ahnatal über die neue Straße freuen, sollte man sich doch mal Gedanken machen.
    Die Haupteinfallstraßen nach Kassel werden zurückgebaut und die Tulpenallee soll für den Durchgangsverkehr unattraktiv gestaltet werden. Nur am Jungfernkopf herrscht dann endlich freie Fahrt für freie Bürger. Aber sehen wir es doch auch mal positiv – wir hätten dann endlich
    eine alternative Strecke für das Bergrennen.
    Was nun die Bezahlung angeht; Gott sei Dank fließen durch Kassels Leitungen Milch und Honig und kein Wasser, denn das bringt ja nun in Zukunft kaum noch Einnahmen.

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  11. Marco Genzel sagt:

    Ich habe meine Stimme für die Verkehrsführung durch die Waldecker Strasse gegeben. Mir ist klar, das die Anwohner anderer Meinung sind, aber das Argument Schulweg und Schutz der Kinder ist absurd, ob des Standortes der Schule und des Kindergartens in der Wegmannstrasse. Folglich muss genau diese Strasse entlastet und beruhigt werden.

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  1. […] ich haben Sie warscheinlich in den letzten Tagen ein Schreiben von besorgten Anwohnern zum Thema Verkehrsführung mit der Unterführung im Briefkasten gefunden. Ich möchte den Brief hier nochmal […]



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