Winteraktion Energiesparen in Kassel

Eigentümer von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern mit bis zu sechs Wohneinheiten sowie Eigentümer von Eigentumswohnungen in Kassel können ab sofort das Beratungspaket „Winteraktion Energiesparen“ der Verbraucherzentrale Hessen und der Stadt Kassel nutzen. Dieses Angebot umfasst eine Energie-Einsparberatung sowie eine Kreditberatung durch die Verbraucherzentrale Hessen. Für die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Energie-Einsparberatung wird eine Kostenbeteiligung in Höhe von fünf Euro erhoben. Die Kosten für die von der Bundesregierung nicht geförderte Kreditberatung in Höhe von 150 Euro übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Stadt Kassel, begrenzt auf insgesamt 50 Beratungen. Für die Beratung ist eine Anmeldung über (05 61) 77 29 34 oder über das hessenweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale Hessen (0 18 05) 97 20 10 erforderlich.



Zum Auftakt dieser Aktion finden voraussichtlich am Donnerstag, 20. Januar, und am Donnerstag, 17. Februar, Nachtwanderungen mit Wärmebildkamera statt. Da sich die Termine witterungsbedingt verschieben können, wird kurzfristig in der örtlichen Presse eine entsprechende Benachrichtigung über den jeweiligen Termin erfolgen.

Die Nachtwanderung führt durch Kirchditmold, Wahlershausen und Bad Wilhelmshöhe. Über den genauen Treffpunkt wird ebenfalls noch informiert.

Von ausgewählten Häusern werden Thermografie-Aufnahmen gemacht, die den Eigentümern auf Wunsch kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Es werden noch Eigentümer gesucht, die bereit sind, die Thermografie an ihren Häusern durchführen zu lassen. Interessierte melden sich bitte bis zum 17. Januar über das Umwelttelefon der Stadt Kassel (05 61/7 87-31 31) oder per Mail an Umweltschutz@stadt-kassel.de.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie heißt längst nicht mehr, dass man auch auf Komfort verzichten muss. Ob Verbraucher eine neue Heizung benötigen, eine Wärmedämmung planen, solare Energie im Haus nutzen möchten oder der Meinung sind, dass ihre Strom- oder Heizkostenabrechnung zu hoch ist: Die Energieberater der Verbraucherzentrale Hessen – meist Architekten und Ingenieure – helfen seit über 30 Jahren bei der Lösung dieser Probleme.

Doch nicht immer können die von den Energieberatern empfohlenen Maßnahmen ohne zusätzliche finanzielle Mittel umgesetzt werden. Aufwendigere Maßnahmen machen in einigen Fällen die Aufnahme eines Kredites erforderlich.

Hier setzt das von der Verbraucherzentrale Hessen und der Stadt Kassel entwickelte Beratungspaket „Winteraktion Energiesparen“ an. Um die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen auf dem Gebiet der Stadt Kassel zu fördern, übernimmt die Stadt Kassel für ihre Bürger die Kosten der Kreditberatung durch die Verbraucherzentrale Hessen. Voraussetzung: Die Ratsuchenden sind Eigentümer von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern mit bis zu sechs Wohneinheiten oder von Eigentumswohnungen auf dem Gebiet der Stadt Kassel. Ferner müssen sie eine Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen in Anspruch genommen haben und sich damit einverstanden erklären, dass sie sich an der Evaluierung dieser Maßnahme beteiligen. Hierzu werden sie von der Verbraucherzentrale Hessen befragt.

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands sei eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung  des Ausstoßes von klimaschädlichem Kohlendioxid. „Die gemeinsame Aktion von Verbraucherzentrale und Stadt Kassel soll einen Beitrag dazu leisten und so helfen, die Ziele im Klimaschutz zu erreichen, die sich die Stadt im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Klimabündnis und des hessischen Projekts „100 Kommunen für den Klimaschutz“ gesetzt hat“, betont Stadtrat Dr. Joachim Lohse.

Erste „Nachtwanderung“ ein großer Erfolg

03. Februar 2011. Zur ersten „Nachtwanderung“ im Rahmen der gemeinsamen “Winteraktion Energiesparen hatten die Stadt Kassel und die Verbraucherzentrale“ jetzt eingeladen. Über 20 Interessierte hatten sich um 19 Uhr im Gemeindepavillon der Christuskirche eingefunden. Die Energieberater Ernst und Engelhaupt gaben zunächst eine Einführung in Technik und Möglichkeiten der Thermographie, die von Beginn an auch das Publikum mit einbezog. Die sich alsbald entwickelnde rege Diskussion musste mit Rücksicht auf die fortgeschrittene Zeit und die noch bevorstehende Wanderung sogar ein wenig gebremst werden.

Bei idealen äußeren Bedingungen (kalt und trocken) wurden anschließend in der Wilhelmshöher Allee und der Friedrich-Naumann-Straße eine Reihe von Gebäuden mit Hilfe der Thermographie-Kamera untersucht. Dabei konnte sehr anschaulich dargestellt werden, wo gerade auch bei älteren Wohnhäusern die „Problemzonen“ sind. Es wurde aber auch deutlich, dass jedes Haus seine besonderen Eigenarten hat, die bei der Planung einer energetischen Sanierung unbedingt berücksichtigt werden sollten. Die Mitwanderer machten reichlich Gebrauch von der Gelegenheit, sich mit erfahrenen Experten auszutauschen, bis die Veranstaltung gegen 22 Uhr ihr Ende fand.

„Das war ein Auftakt nach Maß!“ bewertet Eva Raabe von der Verbraucherzentrale die Veranstaltung. Auch Stadtrat Dr. Joachim Lohse, der die Wanderung selbst ein Stück begleitet hat, ist zufrieden. „Ich freue mich darüber, dass unser Angebot so ein interessiertes Publikum gefunden hat. Das macht deutlich, dass das Thema Energiesparen für viele Menschen wichtig ist.“

Wenn die Witterung es zulässt, wird am 17. Februar eine weitere „Nachtwanderung“ stattfinden, diesmal in Kirchditmold.

Kategorie: Informationen

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