Sylvester am Herkules in Kassel

Silvester im Bergpark Wilhelmshöhe zu feiern gehört für viele Bürgerinnen und Bürger in und um Kassel mittlerweile schon zur Tradition. Diese exponierte und einzigartige Lage von Schloss und Parkanlage, die es ermöglicht, auf die feiernde Stadt in ihrem Lichterglanz als Ganzes von oben zu schauen, hat für viele Menschen alljährlich zum Jahreswechsel eine magische Anziehungskraft. Die wunderschönen Eindrücke, die man in dieser malerischen Umgebung am Silvesterabend gewinnen kann, hatten in der Vergangenheit leider auch ihre Schattenseiten. Viele Feiernde hinterließen die abgebrannten Böller und Sektflaschen im gesamten Bergpark Wilhelmshöhe. Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren immer wieder gefährliche Situationen durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, insbesondere im Bereich der historischen Gebäude, entstanden. In den letzten drei Jahren blieb die erschreckende Bilanz der Jahre zuvor mit Gesamtkosten für Schäden und Müllbeseitigung im Bergpark in Höhe von bis zu 20.000 Euro erfreulicherweise aus.

„Das gemeinsam von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) und der Kasseler Polizei verfolgte Konzept der letzten Jahre ging offensichtlich auf. Die feiernden Menschen kommen dankenswerter Weise unserer Bitte nach umsichtigem und verantwortungsvollem Verhalten im Bergpark Wilhelmshöhe in der Silvesternacht nach. Wir hatten auch im letzten Jahr keine Schäden oder übermäßige Müllberge zu verzeichnen“, sagt Judith Reitter, Pressesprecherin der MHK. Erster Polizeihauptkommissar Hermann Gerhold vom zuständigen Polizeirevier Süd-West ergänzt: „Die Polizeipräsenz am Schloss und auch am Herkules hat zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen. Es ist erfreulich, dass auch im letzten Jahr zu keinen strafbaren Handlungen gekommen ist. Ich habe auch in diesem Jahr das Vertrauen in die Bevölkerung, dass Sachschäden am Schloss ausbleiben und so die kulturellen Schätze nicht gefährdet werden.“

Der Verkehrslage am Herkules könnte auch in diesem Jahr wieder eine besondere Bedeutung zukommen. Um den Besuchern am Silvesterabend eine sichere An- und Abreise zu gewährleisten, wird auf das bewährte Verkehrskonzept der Vorjahre zurückgegriffen. Sobald die Parkplätze gefüllt sind, stehen an der zum Herkules führenden Ehlener Straße einseitig weitere zahlreiche Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Sollten auch diese Abstellmöglichkeiten erschöpft sein, wird die Kreisstraße 6 am Ehlener Kreuz für Fahrzeuge gesperrt, um so die Rettungswege frei zu halten. „Wir möchten, dass die Menschen die Silvesternacht im Bergpark als Erinnerung an ein schönes Erlebnis mit nach Hause nehmen. Das geht ganz sicher auch ohne unmittelbar am Schloss gezündete Feuerwerkskörper und ohne mit dem Auto bis an den Herkules heranzufahren“, sind sich Reitter und Gerhold einig.

Kategorie: Informationen

Kommentieren Sie diesen Artikel

Sagen Sie was Sie denken...
Wenn Sie ein Bild von sich dem Kommentar hinzufügen wollen, brauchen Sie einen Gravatar!