Menschliche Knochen in alter Gärtnerei am Jungfernkopf gefunden

Auf dem Gelände eines ehemaligen Gärtnereibetriebes im Kasseler Stadtteil Jungfernkopf haben heute Nachmittag gegen 14:15 Uhr Arbeiter bei Rodungsarbeiten menschliche Knochen gefunden und die Polizei informiert. Beamte des örtlich zuständigen Polizeireviers Nord in Vellmar ließen umgehend die Arbeiten einstellen, sperrten das Gelände ab und informierten das für Todesermittlungsverfahren zuständige Kommissariat K 11 der Kasseler Kripo. Beamte des K 11 sowie des Erkennungsdienstes sind am Fundort eingetroffen und haben ihre Arbeit aufgenommen.

 

Das Gelände, auf dem die menschlichen Knochen gefunden wurden, war bis vor etwa 15 Jahren ein Gärtnereibetrieb. Dann wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt, das Gelände verwilderte. Auf dem Gelände befindet sich noch ein altes Wohngebäude, das bis vor etwa sieben Jahren bewohnt wurde. Seitdem soll es leer stehen. Zur Unterstützung der Polizeibeamten ist auch eine Gerichtsmedizinerin mit am Tatort. Noch sind keine Angaben zum Geschlecht oder zum Alter der verstorbenen Person möglich.


Polizei hat keine weiteren menschlichen Knochen bei Suche mit Leichenspurhund gefunden

Leichenspurhund „Zar“, der von seinem Hundeführer Uwe Hartung nur „Carlo“ gerufen wird, hat keine weiteren menschlichen Knochen bei der Suchaktion am heutigen Vormittag auf dem verwilderten Gelände der ehemaligen Gärtnerei in der Straße „Am Rande“ im Stadtteil Jungfernkopf entdeckt. Polizeioberkommissar Hartung, stellvertretender Leiter der Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums Nordhessen, absolvierte mit dem 8 Jahre alten Malinois-Rüden mehrere Durchgänge, die alle komplett negativ verliefen. Daraufhin wurde die Suche am Mittag eingestellt.

Seit dem Vormittag läuft parallel auch die gerichtmedizinische Untersuchung der aufgefundenen Knochen. Wie die Gerichtsmediziner anhand der Untersuchung der Beckenknochen inzwischen bestätigen konnten, handelt es sich bei den aufgefundenen Knochen um die sterblichen Überreste einer erwachsenen Frau. Zum möglichen Alter liegen noch keine Angaben vor. Spuren, die auf irgendeine Art von Gewaltanwendung hindeuten, konnten bislang nicht gefunden werden. Auch die Liegezeit ist nach ersten Untersuchungen schwer einzugrenzen. Die Gerichtsmediziner gehen im äußersten Fall davon aus, dass es sich um mindestens zwei Jahre, vermutlich aber länger, handelt.

Ermittler des Kommissariats K 11 der Kasseler Kripo werten parallel dazu auch alle so lange zurückliegenden Vermisstenfälle des Polizeipräsidiums Nordhessen aus. Es handelt sich insgesamt um 14 Fälle, davon 5 aus Stadt und Landkreis Kassel, die vom K11 der Kasseler Kripo bearbeitet wurden. Der älteste dieser Vermisstenfälle liegt mittlerweile 33 Jahre zurück, der jüngste zu überprüfende Fall geht ins Jahr 2006 zurück.

Kategorie: Informationen

Kommentare

Eine Antwort zu “Menschliche Knochen in alter Gärtnerei am Jungfernkopf gefunden”
  1. Anwohner sagt:

    Warum wird da eigentlich gerodet ?

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