Kassel installiert zehn neue feste Blitzer – auch am Jungfernkopf
Die Stadt Kassel reagiert auf zunehmende Probleme durch Temposünder im Straßenverkehr: In diesem Jahr sollen zehn feste Messstationen installiert werden.
„Wir wollen weniger Unfälle in Kassel und vor allem auch die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Senioren oder auch Radfahrer schützen: Dazu können die künftigen Messstationen einen Beitrag leisten“, kündigte Bürgermeister Jürgen Kaiser an, der auch Ordnungsdezernent ist.
Die Anlagen sollten insbesondere im Einzugsbereich von Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen oder bekannten Unfall-Schwerpunkten entstehen. Ziel sei es, die Verkehrsteilnehmer zu einer angepassten Fahrweise zu bewegen. Über die genauen Standorte solle erst nach Beteiligung der Ortsbeiräte entschieden werden.
Einige Gefahrenpunkte seien bereits konkret im Blick der Stadt, nämlich
- die Wegmannstraße (Nähe Kindertagesstätte/Grundschule)
- „Am Ziegenberg“ (Nähe Seniorenwohnsitz und ÖPNV-Haltestellen)
- der Steinweg
- die Ehlener Straße
- die Ludwig-Mond-Straße.
Obwohl zu schnelles Fahren bundesweit eine Haupt-Unfallursache sei, nehme die Akzeptanz für Geschwindigkeitsbegrenzungen nach den Feststellungen des Ordnungsamtes in alarmierender Weise ab, führte Bürgermeister Kaiser aus. Ganz bewusst missachte ein größer werdender Anteil von Autofahrern die Verkehrsregeln. Er würde für eine Verschärfung des Bußgeldkatalogs eintreten, so Kaiser, doch der zuständige Bundesgesetzgeber unternehme nichts, und die bisherigen kommunalen Maßnahmen wie die mobilen Blitzer reichten offenkundig nicht mehr aus. Deshalb werde die Stadt nun noch stärker gegen Tempo-Verstöße vorgehen.

Und das Schlimmste: Die öffentlich-rechtlichen Sender warnen sogar noch per Blitzermeldung als Service für das Raservolk.