Fördergebiet Friedrich-Ebert-Straße Kassel

Die beiden Kernbereichsmanagerinnen Sarah Philipp und Simone Mäckler haben ihre Arbeit im Fördergebiet Friedrich-Ebert-Straße aufgenommen. Unterstützt werden sie dabei von Dirk Ruß und Karl-Heinz Range.

Bereits seit Anfang des Jahres sind die Wirtschaftsgeografin und die Architektin im Gebiet unterwegs und führen erste Gespräche mit Eigentümern, Einzelhändlern und anderen Akteuren. Mit den Gesprächen wollen sie die aktuellen Themen und Nöte im Quartier kennenlernen und sich selbst auch bekannt machen. „In den kommenden Wochen kann es also sein, dass wir auch bei Ihnen an die Tür klopfen und um ein Gespräch bitten“, so Sarah Philipp, die das Kernbereichsmanagement vor Ort leitet.

Ab März sind die beiden Managerinnen dann auch regelmäßig in ihrem Büro in der Friedrich-Ebert-Straße 32 bis 34 anzutreffen. Geöffnet ist das Büro am Montag und Donnerstag jeweils von 9 bis 13 Uhr und am Dienstag und Mittwoch jeweils von 16 bis 20 Uhr. Die Öffnungszeiten sollen den unterschiedlichen zeitlichen Bedürfnissen der Menschen im Quartier gerecht werden.


44 Maßnahmen aus dem „Integrierten Handlungskonzept“

Das Team soll bis 2015 die im ‚Integrierten Handlungskonzept Friedrich-Ebert-Straße’ beschriebenen 44 Maßnahmen umsetzen. Die Vorhaben aus den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Bildung, Stadtgestaltung, Verkehr, Freiraum und Quartiersimage wurden gemeinsam mit den Menschen im Fördergebiet im letzten Jahr erarbeitet. „Wir stützen uns auf Zielsetzungen, die im Stadtteil mit erarbeitet wurden, gut verankert sind und getragen werden“, so Stadtrat Dr. Joachim Lohse.

Neben dem Aufbau des Büros in der Friedrich-Ebert-Straße und der Vernetzung der Akteure werden als erste Aufgaben das Leerstandsmanagement und die Eigentümerberatung angepackt. „Wir haben hier einen sehr großen Handlungsbedarf im Fördergebiet“, so Carlo Frohnapfel, der im städtischen Planungsamt das Projekt zur Quartiersentwicklung Friedrich-Ebert-Straße leitet. Auch wenn sich im letzten Jahr schon sehr viel positiv bewegt und der Leerstand von Ladenlokalen sich deutlich verringert hat, gibt es immer noch viele ungenutzte Büroflächen in den oberen Etagen zahlreicher Gebäude. Hier gilt es, Nutzungskonzepte zu entwickeln und mit den Eigentümern Wege zu suchen, wie dem Leerstand auf Dauer begegnet werden kann. „Wir müssen nicht nur mit dem bestehenden Leerstand umgehen, sondern wir müssen auch Wege finden, drohenden Leerstand zu verhindern, also präventiv zu arbeiten“ so Frohnapfel.

Weitere Maßnahmen werden im Laufe des Jahres angegangen und werden sich an den Bedürfnissen der Akteure vor Ort orientieren. Ein regelmäßiger Austausch mit allen Beteiligten vor Ort soll gewährleisten, dass alle problemorientiert arbeiten, betont das Team.

Europaweites Vergabeverfahren für Kernbereichsmanagement

In einem europaweiten Vergabeverfahren hatten sich die Planungsgruppe Stadtbüro aus Dortmund und die Kasseler Vereinigte Wohnstätten 1889 e. G. gegen die Konkurrenz durchgesetzt. „Für das Kernbereichsmanagement haben wir gute Partner gefunden, die sich mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen hervorragend ergänzen“, so Stadtrat Dr. Lohse.

Die Planungsgruppe Stadtbüro verfügt über ausgezeichnete Erfahrungen im Stadtteilmanagement und in der Arbeit mit den unterschiedlichen Akteuren und Interessengruppen im Quartier. Die Vereinigte Wohnstätten 1889 e. G. arbeitet seit vielen Jahren mit außerordentlich gutem Erfolg an der Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen – speziell im Quartier rund um die Friedrich-Ebert-Straße auch durch die Beteiligung am Aufbau der Samuel-Beckett-Anlage.

Das gesamte Team des Kernbereichsmanagements besteht aus Sarah Philipp und Dirk Ruß von der Planungsgruppe Stadtbüro und Simone Mäckler und Karl-Heinz Range von den Vereinigten Wohnstätten 1889 e. G.

Als Wirtschaftsgeografin wird sich Sarah Philipp vor Ort um die Themen Standortvermarktung, Leerstandsmanagement sowie Akteursvernetzung und Existenzgründungsberatung kümmern und die Prozesssteuerung übernehmen.

Simone Mäckler wird sich als Architektin und Mediatorin hauptsächlich um die Beratung der privaten Hauseigentümer kümmern und Bauprojekte koordinieren und unterstützen.

Dirk Ruß, der Inhaber der Planungsgruppe Stadtbüro, übernimmt die Gesamtprojektleitung.

Karl-Heinz Range, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Wohnstätten 1889 e. G., steht mit seiner immobilienwirtschaftlichen Kompetenz beratend zur Seite und gewährleistet als lokaler verankerter Akteur eine hohe Kontinuität des Entwicklungsprozesses.

„Mit dem Kernbereichsmanagement haben wir jetzt eine sehr gute operative Ebene für die Quartiersentwicklung, trotzdem brauchen wir die Mitarbeit und Unterstützung von allen Akteuren, wenn wir die Chancen vollständig nutzen wollen, die in dem Förderprogramm ‚Aktive Kernbereiche’ stecken“, so Stadtrat Dr. Lohse. Da machen wir uns aber keine Sorgen, sind doch die Bürger im Quartier rund um die Friedrich-Ebert-Straße außergewöhnlich engagiert.

Kategorie: Informationen

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