Einweihung der Bahnüberführung am 2. Oktober 2013

Mit einer kleinen Feier soll am Mittwoch, 2. Oktober, um 15 Uhr an der ehemaligen Baustelle Eisenbahnweg/Ecke Waldecker Straße die Fertigstellung der beiden Brückenbauwerke an der Schenkebier Stanne sowie der RegioTram-Station „Kassel-Jungfernkopf“ gewürdigt werden. Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Stadtbaurat Christof Nolda und Hannes Tesch von der DB Netz AG werden vor Ort die offizielle Verkehrsfreigabe erteilen. In einem Gemeinschaftsprojekt haben die Deutsche Bahn AG und die Stadt Kassel die beiden beschrankten Bahnübergänge an der Schenkebier Stanne durch zwei Brückenbauwerke ersetzt und damit die beiden Gefahrenquellen beseitigt.

Beide Projektpartner haben gemeinsam eine Eisenbahnbrücke mit einer neuen Straßenführung zum Eisenbahnweg, eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem „Kiefernweg“ und der Straße „Bei den Weidenbäumen“ sowie die Treppenanlagen und Haltestellen der RegioTram-Station „Jungfernkopf“ fertiggestellt.

Hintergründe und Chronologie der Baumaßnahme:

  • Nachdem Mitte der 1980er Jahre eine lebhafte Diskussion im Ortsbeirat Jungfernkopf bezüglich der Verkehrssicherheit des Bahnübergangs an der Wegmannstraße begann, beauftragte die Deutsche Bundesbahn im Jahr 1990 eine entsprechende Planung.
  • In 1992 fasste die Stadt Kassel (Bau- und Planungskommission und Magistrat) den Beschluss zur Aufhebung der beiden Bahnübergänge.
  • Die folgenden Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse der Planfeststellung dauerten bis Ende 2006. Der Planfeststellungsbeschluss durch das Eisenbahnbundesamt ist datiert vom 24. November 2006.
  • Der Gesamtauftrag wurde im Juni 2012 an die ARGE Schenkebier Stanne (Gemeinschaft der Firmen Beck Bau, Eschwege und Strassing Limes, Erfurt) vergeben. Der Baubeginn Eisenbahnüberführung „Waldecker Straße“ erfolgte im Juli 2011.
  • Das Bauvorhaben begann am 15. Juli 2011 mit den Gründungsarbeiten der Fundamente für die Brückenwiderlager der Bahnüberführung an der Waldecker Straße. Ein wichtiger Meilenstein war der Einschub des 1350 Tonnen schweren Brückenbauwerkes am 2. April 2012, als die Brücke auf Gleitbahnen in ihre Endlage im Bahndamm verschoben wurde.
  • Am 2. Mai 2012 wurden sechs ausgewachsene Eschen des Kunstwerks „7000-Eichen“ mit einer Spezialmaschine verpflanzt.
  • Nach Abschluss umfangreicher Kabelverlegungsarbeiten und einem Kabeltunnel unter dem Bahndamm wurde mit den Straßenbauarbeiten am Eisenbahnweg ab Mitte Mai 2012 begonnen.
  • Etwas weniger spektakulär als der Brückeneinschub im April, aber ebenso wichtig war das Einlegen der Verbundträger, sowie des Gehwegüberbaus für die Fußgängerbrücke am Kiefernweg mit einem 250 t-Kran am 11. Juli 2012.
  • Einige Wochen später wurden auch die Treppen für die Bahnsteigaufgänge geliefert und eingebaut. Danach konnten auch die Arbeiten für die Bushaltestellen und die Bike & Ride-Anlage beginnen.
  • Am 24. November 2012 war es dann soweit, die Schranken der beiden Bahnübergänge wurden für immer geschlossen und der Verkehr wurde unter der neuen Bahnbrücke hindurchgeführt. An diesem Tag wurde auch die Fußgängerüberführung Kiefernweg offiziell zur Nutzung freigegeben.
  • Erst nach der der Freigabe der neuen Verkehrsführung und der Schließung der Bahnübergänge konnte das Teilstück der alten Schenkebier Stanne ausgebaut werden. Zuvor waren noch umfangreiche Kanalbaumaßnahmen in diesem Abschnitt ausgeführt worden.
  • Nach langer Winterpause wurden die Bauarbeiten ab Mitte März 2013 wieder aufgenommen. Unter laufendem Anliegerverkehr und Andienung der Bahnsteige wurde auch das letzte Teilstück der Schenkebier Stanne bis zum Lambertweg mit neuem Gehweg und Fahrbahn ausgebaut.
  • Als Ergänzung des umfangreichen Bauprojektes konnten in den vergangenen Wochen noch ein Gehweg und ein neuer Fahrbahnbelag von der neuen Fußgängerüberführung Kiefernweg bis zum Anschluss „Am Wäldchen“ fertiggestellt werden. Weiterhin wurden auch der Gehweg und die Fahrbahn in der Schenkebier Stanne von Ausbauende bis zum Frasenweg erneuert.
  • Endgültig wird das gesamte Bauvorhaben aber erst im Herbst/Winter 2013/2014 abgeschlossen sein, wenn zahlreiche Bäume und Sträucher am Bahndamm und im Straßenraum angepflanzt wurden.
  • Die Gesamtkosten der beiden Projekte betragen zirka sechs Millionen Euro. Die Kosten teilen sich der Bund, Deutsche Bahn und Stadt Kassel zu je einem Drittel. Die Stadt Kassel erhält für ihren Anteil eine Förderung von zirka 80 Prozent durch das Land Hessen.


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