Bürgerinnen vom Jungfernkopf Opfer eines Trickbetruges

Seit Anfang dieser Woche versuchen Unbekannte durch Telefonanrufe, in denen sie Kasseler Bürgerinnen, zumeist mit russischem Migrationshintergrund, vorgaukeln, ihr Sohn sei in einen Unfall verwickelt, Bargeld zu ergaunern. In einem Fall am gestrigen Abend erlangten die Betrüger 3.500 Euro. Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Trickbetrügern und rät, nicht achtlos Geld an Fremde auszuhändigen, sondern immer andere Familienmitglieder in die Entscheidung mit einzubeziehen und sich einen Ausweis zeigen zu lassen.

Nach Angaben der Ermittler des für Trickbetrug zuständigen Kriminalkommissariats K 23/24 wurde am gestrigen Abend eine 81-Jährige aus Kassel – Niederzwehren um ihr Erspartes gebracht. Gegen 16.30 Uhr erhielt die Rentnerin einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizist ausgab. Der Mann berichtete, dass ihr Sohn in Schwierigkeiten stecken würde und hinterließ eine Telefonnummer aus dem süddeutschen Raum, die sie zurückrufen sollte. Die 81-Jährige mit russischem Migrationshintergrund rief zurück und wurde von einem angeblichen Dolmetscher in russischer Sprache empfangen. Sie wurde im weiteren Telefonat zur Zahlung von 12.000 Euro aufgefordert, damit ihr Sohn, der angeblich in einen Verkehrsunfall verwickelt war und nun Arztkosten des Unfallgegners zu begleichen hätte, nicht ins Gefängnis muss. Da die 81-Jährige nicht über soviel Bargeld verfügte, einigten sie sich auf die Zahlung von 3.500 Euro. Das Geld wurde vom angeblichen Sohn des Unfallopfers gegen 19.45 Uhr an der Wohnung der Rentnerin abgeholt.

In vier weiteren Fällen bleib es beim Versuch. Am Montagabend erhielten zwei ältere Damen aus den Kasseler Stadtteilen Harleshausen und Bettenhausen Anrufe, in denen sie mit der gleichen Masche über eine angebliche Notsituation des Sohnes informiert und zur Zahlung von 12.000 Euro aufgefordert wurden. Am gestrigen Nachmittag waren zwei Bürgerinnen des Kasseler Stadtteils Jungfernkopf Opfer von versuchten Trickbetrügereien geworden. Auch hier versuchten die Anrufer durch Vorspiegelung falscher Tatsachen in den Besitz von Bargeld zu gelangen.

Zeugen, die Hinweise zu den Trickbetrügern geben können, werden gebeten, sich unter 0561 / 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Kategorie: Informationen

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